Eindrücke von Bad Schönborn

Bad Schönborn liegt wunderbar eingebettet zwischen den sanften Hügeln des Kraigaues und der weiten Ebene des Oberrheins. Der Kurort verwöhnt seine Gäste nicht nur mit seinem milden Klima und den heilenden Quellen sondern auch durch eine verkehrsgünstige Lage zwischen den Großräumen Heidelberg, Mannheim und Karlsruhe. Im Osten der Gemeinde führen viele Wege zwischen Wiesen, Wäldern und Weinbergen entlang und laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Die Ebene im westlichen Teil wird von großen Waldgebieten bedeckt und lockt zu einem Besuch an einem der vielen Baggerseen.
Die Gemeinde Bad Schönborn kann erst auf eine recht junge Geschichte zurückblicken. 1971 entstand die Gemeinde als Zusammenschluss der zwei Orte Bad Mingolsheim und Bad Langenbrücken. Der Name der jungen Gemeinde erinnert an Fürstbischof Kardinal Damian Hugo von Schönborn. Die beiden Ortsteile sind jedoch schon sehr lange besiedelt. Funde aus der Bronzezeit zeigen, dass hier schon vor mehr als 2000 Jahren Menschen gewohnt haben. Die erste urkundliche erwähnung findet sich in einem Dokument des Klosters Lorsch, daß auf der Gemarkung Mingolsheim einige Güter besaß. Damals hieß es noch Munigoldsheim. Da das Kloster keine Besitzungen in Langenbrücken hatte findet sich eine Urkundliche Erwähnung auch erst später als der Bischof von Speyer im Jahre 1241 die Herrschaftsrechte erwarb. Beide Orte blicken auf eine recht bewegte, nicht immer friedliche Vergangenheit zurück. So wurde die Gegend Schauplatz von Kämpfen im großen Bauernkrieg und im 30 jährigen Krieg lieferten sich die Truppen Tillys und Mansfelds einen erbitterten Kampf in der Schlacht von Mingolsheim
Das Puppenmuseum in Mingolsheim
Eines der schönen Fachwerkbauten in der Gemeinde
Einer Sage nach entdeckte ein Schäfer im 18ten Jahrhundert die für seine Schafe heilsame Wirkung einer Quelle bei Langenbrücken. Geschichtlich überliefert ist, dass 1766 die Gründung eins Bade- und Gästehaus von Fürstbischof von Hutten verfügt wird. Der Bischof selbst war scheinbar ein großer Liebhaber des Schwefelwassers, denn er lies sich eine Wasserleitung bis in sein Schloß bauen, damit er häufig darin baden konnte. 1824 erwarb der Kaufmann Franz Peter Sigel die Quellen, errichtete ein neues Badehaus und einen Kursaal. Das Bad lockte bald viele Besucher an und ist seitdem eines der bedeutensten Heilbäder.
Die Bädertradition in Mingolsheim reicht nicht ganz soweit zurück wie in Langenbrücken. 1825 wurden Schwefelquellen entdeckt und 1835 wurde die erste Kuranstalt eröffnet.
1964 bzw 1965 haben Mingolsheim und Langenbrücken den Titel "Bad" zuerkannt bekommen. Eine Besonderheit ist, daß hier sowohl Schwefel-Quellen als auch Sole-Thermen an einem Ort vereint sind. So hat sich inzwischen ein reger Heilbetrieb entwickelt und viele Gäste haben Bad Schönborn als angenehmen Kurort erleben können.

Der Kurpark bietet eine schöne Umgebung für erholsame Spaziergänge.
Das kulturelle Angebot in Bad Schönborn wird durch viele Veranstaltungen in den Kuranlagen bereichert. Daneben gibt es aber auch ein reges Vereinsleben und weiter kulturelle Angebote wie Vernissagen und Konzerte.
Ein markantes Kunstwerk auf dem Marktplatz von Mingolsheim ist der Wagenlenker von Jürgen Goertz.
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